Demenz.
Zu den häufigsten Alterserkrankungen zählt
die Demenz. Zurzeit leiden in Deutschland etwa eine Million
Menschen an einer Demenzerkrankung, mit steigender Tendenz.
Jährlich
kommen schätzungsweise 20.000 Neuerkrankungen hinzu.
Wir gehen buchstäblich auf eine Demenz-Epidemie zu,
da im Jahr 2025 ca. 1,5 Millionen Erkrankungen zu erwarten
sind. Demenzerkrankungen können viele Ursachen haben,
wobei die Alzheimer-Krankheit die häufigste ist. Rund
70% aller Demenzen werden durch sie hervorgerufen. Sie ist
eine hirnorganische Krankheit, die durch den fortschreitenden
Untergang von Nervenzellen und Nervenzellenkontakten gekennzeichnet
ist. Im Gehirn sind typische Eiweißablagerungen festzustellen.
Die vaskuläre Demenz verursacht eine Schädigung
der Blutgefäße im Gehirn. Sie beträgt 30%.
Die Demenzerkrankung nimmt mit dem Lebensalter zu. Sie beginnt
meist nach dem 65. Lebensjahr. Frauen erkranken weit aus
mehr als Männer an Demenz.
Demenzerkrankte Menschen
leiden nicht nur an Vergesslichkeit, wie das von Laien oft
gesehen wird. Das Krankheitsbild ist weiter gekennzeichnet
durch Orientierungsstörungen sowie
Störungen des Denk- und Urteilsvermögens. Hinzu
kommt die Unfähigkeit, den normalem Lebensalltag zu
bewältigen.
Es ist deshalb wichtig, sich die Folgen
der neuropsychologischen Defizite zu vergegenwärtigen,
um ihre Andersartigkeit und manchmal ihre für uns fremde
Reaktionsweisen zu verstehen.
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