|
Fragen an die Leitung der ambulanten
Hospizdienste und stationären Hospize
Hospizmodel HOMBRE - Wursterstr. 106 - Bremerhaven
Leitung: Herr Sommerlik
|
|
Fragen |
Antworten |
|
1.) |
Seit wann besteht der ambulante
Hospizdienst? |
Seit September
1991 |
|
2.) |
Wie werden Sie
finanziert? |
Durch Spenden, Mitgliedsbeiträge,
einen kleinen Zuschuss vom Magistrat der Stadt Bremerhaven, wie
jeder ehrenamtliche Verein auch. |
|
3.) |
Wie viele Mitarbeiter/innen werden
beschäftigt, hauptamtlich/ehrenamtlich? |
26
ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in der Begleitung |
|
4.) |
Pflegen Sie
nach der Palliativmedizin? |
Seelische Begleitung, keine Pflege. |
|
5.) |
Haben
hauptamtliche Mitarbeiter/innen die Fortbildung in der
Palliativmedizin? |
Es werden keine hauptamtlichen
Mitarbeiter beschäftigt, nur ehrenamtliche. |
|
6.) |
Haben Sie als Leitung eine
Weiterbildung zur Palliativmedizin? |
Nein |
|
7.) |
Haben
ehrenamtliche Mitarbeiter/innen an einem Befähigungskurs
teilgenommen? |
Ja, regelmäßige Superversion – ohne
Superversion keine Begleitung - ein Gebot der HOMBRE Gruppe. |
|
8.) |
Wie viele
Patienten begleiten Sie? Ambulant. |
Zum Zeitpunkt
des Interviews
40 Patienten |
|
9.) |
Weisen Sie
beim ambulanten Dienst die Angehörigen darauf hin, dass der
Hausarzt Palliativmedizin einsetzen kann? |
Ja. |
10.)
Persönliche Frage an Herrn Sommerlik.
Was hat Sie bewegt, sich der Aufgabe
sterbenskranker Menschen bei deren letzter Lebensbewältigung, dem
Sterben, zu begleiten?
Herr
Sommerlik ist schon lange Jahre Pensionär. Von Beruf war er
Marineoffizier und ist zur See gefahren. Er hatte nie etwas mit der
Hospizarbeit zu tun und ist, wie er sagte, ein Spätberufener. Obwohl
es heute immer noch verdrängt wird, hatte er damals schon erkannt, wie
wichtig das Thema Sterben, Tod und Trauer ist.. Nach 35 Jahren
Beschäftigung mit der Technik wollte er etwas Soziales machen, mit
Menschen zu tun haben und daher nach seiner Pensionierung einem
Krankenhausbesuchsdienst beitreten.
Als der damalige Stationsarzt auf der
Palliativstation des St. Joseph-Hospitals, Bremerhaven, mit dem
Vorschlag, eine Hospizgruppe zu gründen, an die Öffentlichkeit
getreten war, hatte es bei Herrn Sommerlik „Klick“ gemacht. Das war
das, was er immer gesucht hatte, nur nicht formulieren konnte. In
Bremerhaven gab es noch keine Hospizgruppe. Die wenigsten Menschen
wussten überhaupt, was ein Hospiz ist.
Das
liegt schon 11 Jahre zurück. Seit dieser Zeit ist Herr Sommerlik 1.
Vorsitzender des Vereins HOMBRE. Für Herrn Sommerlik ist es
selbstverständlich, dass man Hospizarbeit nicht nebenbei macht. Man
muss für sie leben und ehrlich mit vollem Herzen dabei sein. Die
Hospizarbeit ist ein Teil seines Lebens geworden.
Ich
wünsche ihm, noch einige Jahre hospizlich Wirken zu können und dass
sich sein größter Wunsche bald erfüllen wird: Das Hospiz am Park wird
seiner Bestimmung übergeben und füllt sich mit Leben.
|