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Schwierigkeiten bei der
Begleitung.
„Der
Tod ist ein Problem der Lebenden“, sagt der Sozialphilosoph Norbert
Elias in seinem Buch „Über die Einsamkeit des Sterbenden“. Sterbende
sind Lebende in einer besonderen Lebenssituation. Wenn wir
Schwierigkeiten haben, sie zu verstehen und zu begleiten, so liegt das
an den Lebenden, die uns den Tod vom Leibe halten wollen.
Wir
müssen lernen, mit den eigenen Ohnmacht- und Versagensgefühlen fertig
zu werden. Die zunehmende Hinfälligkeit Sterbender ist gerade für
Pflegekräfte eine ständige Anfechtung. Wir fühlen uns schuldig,
flüchten in Betriebsamkeit, hadern mit uns selbst. Das aber sind
schlechte Voraussetzungen für eine Sterbebegleitung. Wir müssen in der
Lage sein, unsere Ohnmacht zu ertragen und unsere Aufgaben im Dasein
und Zuhören zu finden.
Wir
müssen unsere eigene Angst vor dem Sterben wahrnehmen und
kontrollieren können und fähig sein, dafür zu sorgen, dass wir nicht
von ihr überwältigt oder in unnötige Betriebsamkeit gedrängt werden.
Wir
müssen lernen, im Gespräch mit Sterbenden offen und aufrichtig zu
sein, ohne der Wahrheitsfindung vorzugreifen. Wir müssen die
sprachliche Ausdrucksweise Sterbender verstehen und denken lernen.
Wir
müssen uns für die nonverbalen Mitteilungen und Signale
sensibilisieren und zunehmende Sprachlosigkeit ertragen lernen.
5.)
5.) Hirsch, Anne-Maria /
Psychologie für Altenpflege Bd. 1/ Probleme des Alters / Urban und
Vogel, München 2001, Seite 162 - 165
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