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Danksagung

Einleitung

Die historische Entwicklung des Hospizwesens

Die Entwicklung des Hospizwesens in Deutschland

Übersichtskarte

Hospizdienste in Deutschland

Erforderliche fachliche Kenntnisse und Forschung im Hospizwesen

Palliativmedizinischer Bedarf

Was sind stationäre Hospize?

Was ist Hospizarbeit?

Ehrenamtlich Arbeit

Einen Sterbenden begleiten.

Sterbebegleitung – Überforderung oder Chance für den Begleiter?

Schwierigkeiten bei der Begleitung

Das Erleben des

Sterben müssen

Interview mit

Herrn Sommerlik

Interview mit

Herrn Bliefernicht

Interview mit

Frau Gorgass

Gesetzliche Regelungen im Hospizbereich

Die Finanzierung der Hospizarbeit

Kinderhospizarbeit in Deutschland

Ziele und Inhalte der Arbeit des Bundesverbandes Kinderhospiz.

Grundsätze der Kinderhospizarbeit

Besonderheiten der Palliativbetreuung von Kindern und

Jugendlichen

Trauerbewältigung bei Kindern

Das Kinderhospiz

„Haus Balthasar“ das erste in Deutschland

Praktikumsbericht

einer Kinderkranken-schwesternschülerin

Abschluss.

Literaturnachweis

Anhang:   Schreiben, Serienbriefe, Mails und Antworten als Briefe

oder E-Mails

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Praktikumsbericht einer Kinderkrankenschwesterschülerin.

  

Das Kinderhospiz Balthasar, das erste in Deutschland.

 Ein Ort zum Leben und Lachen, Sterben und Trauern.

 Das Kinderhospiz versteht sich als Herberge für unheilbare kranke Kinder und ihre Familien, um sie auf ihren bevorstehenden Lebens- und Leidensweg zu begleiten. Das heißt, dass Kinder ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung einer unheilbaren Krankheit aufgenommen werden können. Das Hospiz bietet Platz für 8 Kinder, ihre Eltern und Geschwister, die bis zu 28 Tage im Jahr, in Ausnahmefällen auch länger (z. B. Finale Phase) hier wohnen können. Hier können die Kinder sowie Eltern einmal zur Ruhe kommen und sich richtig verwöhnen lassen. Die Eltern können ihre Kinder in der Obhut des Hospizes lasen und Ausflüge in die Umgebung unternehmen, für mehrere Tage in Urlaub fahren oder einfach zu Hause bleiben. Auf jeden Fall aber sich von der großen physischen und psychischen Belastung der Pflege ihrer schwerstbehinderten Kinder ausruhen.

Pflegekräfte und Pädagogen versuchen, den Kindern, Eltern und Geschwistern durch einfühlsame und auf spezielle Wünsche und Bedürfnisse eingehende Arbeitsweise ein zweites Zuhause zu geben. Erkennbar ist dies auch an der freundlichen und einladenden Atmosphäre des Hauses, die so gar nicht an ein Krankenhaus erinnert, das es auch nicht sein will, sondern ein Ort zum Leben und Lachen, Sterben und Trauern.

 Im Eingang zum Wohnbereich gibt es von jedem Kind einen Hand- und Fußabdruck an der Wand. Unter dem Namen steht das Datum, wann sie das erste Mal da waren. Diese Wand stellt das etwas andere Gästebuch dar. Die Zimmer der Kinder sind wie ganz normale Kinderzimmer eingerichtet, hell und farbenfroh.

 Türen und Zugänge sind so angelegt, dass auch bettlägerige Kinder und Kinder, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, Zugang zum gesamten Erdgeschoss, sowie zum Garten haben. Die Kinderzimmer sind im Halbkreis angeordnet, um den Mitarbeitern eine bessere Übersicht zu ermöglichen, die Eltern und Geschwister sind im ersten Stock untergebracht. Das hat vor allem den Grund, dass die Eltern sich zurückziehen und erholen, z. B. eine Nacht durchschlafen können und das Kind trotzdem in sicheren Händen wissen.

 Der allgemeine Wohnraum besteht aus Küche, Esszimmer und Gemeinschaftsraum, die ineinander übergehen, so dass die Gerüche des gekochten Essens wahrgenommen werden können. Die Eltern und Geschwister nehmen im Esszimmer zu festen Zeiten ihre Mahlzeiten ein. Anders ist es jedoch bei den kranken Kindern. Der Tagesablauf des Kindes richtet sich nach seinen Bedürfnissen. Es kann jeden Morgen ausschlafen und es werden ihm ganz besondere Wünsche erfüllt, wie zum Beispiel Eis essen gehen, Ausflüge machen.

 Die Pflege der Kinder wird den familiären Gewohnheiten und Wünschen des Kindes und seinen individuellen Möglichkeiten angepasst. Das heißt, die Pflege wird so durchgeführt, wie es das Kind von zu Hause aus gewöhnt ist. Vorschläge der Pflegekräfte und Pädagogen werden mit den Eltern gemeinsam entwickelt.

 Es wird eine spezielle Pflegedokumentation durchgeführt. Auf Wunsch der Eltern werden Ärzte, Krankengymnasten, Therapeuten, Psychologen und Seelsorger in die Pflege mit einbezogen. Nicht nur das kranke Kind spielt eine wichtige Rolle, sondern auch die Betreuung der Eltern und Geschwister. Vom kreativen Gestalten über Ausflüge bis zu Gesprächen mit den Mitarbeitern und Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Familien stehen den Eltern und Geschwistern eine Vielzahl von Möglichkeiten offen, sich den Tag nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.

 Die Betreuung der Eltern geht über den Tod des Kindes hinaus. Wenn ein Kind gestorben ist, kann es in den Abschiedsraum gebracht werden. Dort kann es bis zu fünf Tage bleiben. Eltern, Verwandten und Freunden wird so die Möglichkeit gegeben, sich auf ihre ganz persönliche Weise von ihrem Kind zu verabschieden. Diesen Raum können die Eltern des verstorbenen Kindes nach ihren eigenen Wünschen frei gestalten. Zum Beispiel mit Postern, Düften, Lieblingsmusik etc. Auch wenn Kinder Zuhause sterben, besteht die Möglichkeit, diesen Raum zu nutzen.

Nach dem Tod des Kindes werden die Eltern gelegentlich angerufen, um zu fragen, wie es ihnen geht. Den Eltern wird die Möglichkeit gegeben, das Kinderhospiz auch nach dem Tod ihres Kindes noch einmal zu besuchen. Für jedes verstorbene Kind wird zur Erinnerung ein Windrad im Garten aufgestellt deren Flügel die Namen der verstorbenen Kinder tragen. Bei jedem Todestag des Kindes wird eine Ecke eingerichtet, in der auf einem Tisch eine Kerze steht und etwas, das an das Kind erinnert. So wird noch lange Zeit an das Kind erinnert, das mal im Kinderhospiz Balthasar gelebt hat.  14.)











14.) Hinse, Tersa, Zeitschrift des Deutschen Kinderhospizverein e.V.  Die Chance, „Praktikumsbericht“,  FXR Druck GmbH,

      Olpe  2002,  Seite 22 - 23

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