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Danksagung

Einleitung

Die historische Entwicklung des Hospizwesens

Die Entwicklung des Hospizwesens in Deutschland

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Hospizdienste in Deutschland

Erforderliche fachliche Kenntnisse und Forschung im Hospizwesen

Palliativmedizinischer Bedarf

Was sind stationäre Hospize?

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Schwierigkeiten bei der Begleitung

Das Erleben des

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Interview mit

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Interview mit

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Frau Gorgass

Gesetzliche Regelungen im Hospizbereich

Die Finanzierung der Hospizarbeit

Kinderhospizarbeit in Deutschland

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Das Kinderhospiz

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Praktikumsbericht

einer Kinderkranken-schwesternschülerin

Abschluss.

Literaturnachweis

Anhang:   Schreiben, Serienbriefe, Mails und Antworten als Briefe

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Palliativmedizinischer Bedarf

  

In Deutschland ist es nach einem in den 80er und frühen 90er Jahren eher langsamen Beginn der Entwicklung stationärer Palliativ-Einrichtungen in den letzten Jahren zu einem deutlichen Zuwachs gekommen. Trotzdem gilt der Bedarf als nicht gedeckt. Schätzungen für Deutschland gehen von ca. 50 Betten pro 1 Million Einwohner aus, einer Zahl von der wir derzeit noch weit entfernt sind. Der tatsächliche Bedarf wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Hierzu zählt auch die Verfügbarkeit ambulanter Dienste. Deren Bedarf ist für Deutschland noch völlig ungeklärt. Zwar gibt es eine vorsichtige Schätzung, die von einem ambulanten Palliativdienst pro 200 000 Einwohnern ausgeht (1998 gab es 1,4 ambulante Dienste pro 200 000 Einwohner), doch sagt diese Zahl noch überhaupt nichts über die Qualifikation der Dienste aus.

 Ein Problem stellt zurzeit die meist fehlende Überprüfbarkeit von Qualitätsmerkmalen dar. Daher ist davon auszugehen, dass nur ein äußerst geringer Anteil der ambulanten Dienste die von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Hospize geforderten Minimalkriterien eines qualifizierten Palliativdienstes erfüllt. Dieses führt dazu, dass die Versorgungsstruktur auch im ambulanten Bereich sicherlich deutlich schlechter ist, als die oben genannten Zahlen suggerieren.  

Die ungleichmäßige Verteilung vor allem der stationären Einrichtungen stellt ein weiteres nicht unerhebliches Problem dar. 

Aufgrund verschiedener gesundheitspolitischer Systeme und ökonomischer Situationen ist ein direkter Vergleich mit anderen Ländern problematisch, auch sind die dortigen Zahlen und Bedarfszahlen nicht ohne weiteres auf die Bundesrepublik Deutschland zu übertragen.  Die Entwicklungszahlen aus Großbritannien und Irland mit ihren langjährigen palliativmedizinischen Erfahrungen weisen jedoch darauf hin, dass es in diesen Ländern, bei nur noch geringer Zunahme palliativmedizinischer Einrichtungen in den letzten Jahren, zu einer ausreichenden Deckung des Bedarfs gekommen sein könnte.  

Eine derzeitige Zahl von 53 Betten pro 1 Million Einwohner entspricht den Bedarfsschätzungen für Großbritannien. Auf der Grundlage verschiedener Berechnungsmodelle schätzten Franks, dass zwischen 700 – 1800 Tumorpatienten pro 1 Million Einwohner und Jahr einer palliativmedizinische Betreuung bedürfen. Bei 400 – 700 Patienten müsse eine stationäre Behandlung durchgeführt werden. Somit schätzen sie den Bedarf an Betten auf 40 – 50 pro 1 Million Einwohner. Auch Frankel berechnete für Großbritannien einen Bettenbedarf von ca. 50 Betten pro 1 Million Einwohner, doch blieb bei dieser Schätzung der Bedarf ambulanter Einrichtungen unberücksichtigt. Bedarfsschätzungen anderer Länder reichen von 33 (Italien) bis zu 50 Betten (Singapur) pro 1 Million Einwohner. Folgt man den Empfehlungen der WHO und beginnt mit einer umfassenden palliativmedizinischer Betreuung nicht erst in den letzten Lebensmonaten der Patienten, sondern schon vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an, so dürften auch die Schätzungen noch zu niedrig liegen.  

Interessanterweise wurde in Belgien der Bedarf an Palliativbetten per Gesetz auf 360 für das gesamte Land festgelegt. Das entspricht einer Zahl von 40 Betten pro 1 Million Einwohner. Auch die Bereiche ambulanter Palliativpflege und palliativmedizinischer Konsiliardienste wurden vom Belgischen Gesetzgeber beschrieben. Obwohl der gesetzliche Rahmen als ein wichtiger Schritt angesehen wurde, scheint die finanzielle Absicherung dieser Programme noch nicht ausreichend geregelt zu sein. 

Außerdem gibt es oft ein weiteres Problem in der adäquaten Versorgung von Patienten. So finden auch heute noch viele Patienten, die nicht an einem Tumor erkrankt sind, trotz eines bestehenden Bedarfs keinen Zugang zu Palliativen Einrichtungen. 

Nauck zeigten, dass in den Palliativstationen von Nordrhein-Westfalen mit 97,5% überwiegend Tumorpatienten betreut werden, Patienten mit nichtmaligen Erkrankungen, auch Angehörige ethnischer Minoritäten dagegen nur unzureichend.

Im Gegensatz zu den stationären Hospizen sind Palliativstationen an ein Krankenhaus angegliedert und können auf die personellen und technischen Ressourcen des Krankenhauses zurückgreifen. Ärztliches Personal ist auf der Station vorhanden. Therapieziel auf der Palliativstation sollte die Symptomlinderung und nach einem möglichst kurzen Aufenthalt die Entlassung nach Hause sein. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen spielen in diesem Bereich nur eine untergeordnete Rolle. 2.)



















2.) Hospiz- und Palliativführer 2002 / Verlag Medi Media, Neu-Isenburg, 2002, Seite 23-28

      Erklärung zu Frankel, S. = Assessing the need for hospizce beds. Health Trends 1990

      Erklärung zu Nauck, F.   = Autor z.B. für Schmerztherapie






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