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Ehrenamtliche Arbeit.
Anderen
Menschen von „seiner Zeit“ etwas zu schenken, ist edel und sinnvoll.
Für mich sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ja
dieses tun, ein sehr wichtiges Bindeglied in der Hospizarbeit. Ohne
ihr Engagement wäre sie noch nicht so weit verbreitet wie es jetzt
schon der Fall ist. Ehrenamtliche tragen damit den wesentlichen Anteil
an einer würdevollen Form im Umgang mit Sterbenskranken.
►Die
Hospizbewegung hat schon sehr früh erkannt, dass sie bei der
Versorgung der Sterbenden in einem interdisziplinären Team arbeiten
muss. Dazu gehören als Beteiligte neben Ärzten, Pflegenden,
Seelsorgern, Sozialarbeitern, den Angehörigen selbstverständlich auch
die Ehrenamtlichen. Im Zusammenhang mit der Befähigung der
Ehrenamtlichen zur Hospizarbeit ist immer wieder die Frage ihrer
Qualifikation diskutiert worden. Andere wiederum stellten die
provozierende Frage, wer denn in der Begleitung der Sterbenden und
deren Angehörigen, die eigentlich Professionellen sind, die Haupt-
oder die Ehrenamtlichen. Es scheint gut, dass im Hospizbereich von
Haupt- und Ehrenamtlichen gesprochen wird; qualifiziert sind die
beiden Gruppen in je ihrer Funktion. Dabei lohnt es sich schon einmal,
zu betrachten, in welchem Umfang sich Ehrenamtliche vorbereiten, sich
fortbilden und sich regelmäßig begleiten lassen. Die in Hospizgruppen
vorhandene Selbstverständlichkeit dazu gibt es längst nicht in allen
hauptberuflichen Bereichen. Die „Fachlichkeit“ der Ehrenamtlichen
zeichnet sich aus durch die klare Orientierung hin auf den Kranken,
sowie dessen Angehörige oder Freunde. Es gehört zu den Grundelementen
der Vorbereitung, dass sich die Hospizhelfer mit den eigenen Fragen im
Umgang mit Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzen, um so offen zu
sein für die Fragen und Wünsche des Sterbenden sowie dessen Umfeld.
Bereits in den Vorbereitungskursen zeigt sich, dass nicht alle
Teilnehmer eines Kurses sich selbst zutrauen, Sterbende im häuslichen
Bereich zu begleiten. Daher wird immer wieder darauf hingewiesen, dass
es unterschiedliche Aufgaben gibt in der Hospizarbeit, die alle
zusammen als Rahmenbedingungen wichtig sind. „Fachlichkeit“ der
Ehrenamtlichen ist nicht im Sinne einer fachspezialisierten Ausbildung
eines Berufes etwa zu verstehen, sondern in der Verantwortung dafür,
dass tatsächlich die Wünsche und Nöte der Kranken im Mittelpunkt
bleiben. Hier haben die Ehrenamtlichen eine eigenständige Position und
bringen in das interdisziplinäre Team ihren Beitrag ein.
4.)
Worin
besteht konkret dieser Anteil?
Er
besteht hauptsächlich in der Sterbebegleitung.
4.) Roß, Josef, Die
Hospiz-Zeitschrift Nr. 7, „Ehre, wem Ehre gebührt“,
Hospiz Verlag, Wuppertal 2001, Seite 6-7
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