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Fragen an die Leitung der ambulanten
Hospizdienste und stationären Hospize
Hospiz
Luise - Brakestraße 2d - Hannover
Leitung: Herr Bliefernicht
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Fragen |
Antworten |
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1.) |
Seit wann besteht das stationäre
Hospiz?
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Seit 10 Jahren
Es ist das 1. Hospiz in
Niedersachsen gewesen. |
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2.) |
Wie werden Sie finanziert? |
Durch Krankenkassen, Pflegekassen,
Spenden und die Ordensgemeinschaft „Kongregation der Barmherzigen
Schwestern vom hl. St. Vinzent von Paul“. |
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3.) |
Wie viele Mitarbeiter/innen werden
beschäftigt, hauptamtlich/ehrenamtlich? |
17 hauptamtliche Mitarbeiterinnen
16 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen |
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4.) |
Pflegen Sie nach der
Palliativmedizin? |
Ja |
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5.) |
Haben hauptamtliche
Mitarbeiter/innen die Fortbildung in der Palliativmedizin? |
Es wird angestrebt, dass jede
Fachkraft eine palliativmedizinische Fortbildung erhält. |
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6.) |
Haben Sie als Leitung eine
Weiterbildung zur Palliativmedizin? |
Ja |
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7.) |
Haben ehrenamtliche
Mitarbeiter/innen an einem Befähigungskurs teilgenommen? |
Ja – sie haben an einem
Befähigungskurs teilgenommen. Außerdem finden regelmäßige Treffen
zum Gedankenaustausch statt.
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8.) |
Wie viele Patienten begleiten Sie?
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8 Patienten, ihre Verweildauer
beträgt ca. 21 Tage und ihr Durchschnittsalter ist 51 Jahre. |
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9.) |
Weisen Sie beim ambulanten Dienst
die Angehörigen darauf hin, dass der Hausarzt Palliativmedizin
einsetzen kann? |
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10.
) Persönliche Frage an Herrn Bliefernicht
Was hat Sie bewegt, sich der Aufgabe
sterbenskranker Menschen bei deren letzter Lebensbewältigung, dem
Sterben, zu begleiten?
Herr
Bliefernicht ist von Beruf Krankenpfleger. Nach seinem Examen war er
noch 3 Jahre im Klinikwesen beschäftigt. In dieser Zeit fing es an,
dass sich die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern aufgrund
gesetzgeberischer Vorschriften veränderten. Die Vorgaben waren: Immer
schneller arbeiten, immer mehr Patienten versorgen. Dieses führte
dazu, dass auch immer weniger Zeit für den einzelnen Patienten zur
Verfügung stand. Das konnte und wollte er nicht länger hinnehmen.
Daher wandte er sich der ambulanten Gemeindekrankenpflege zu, bei der
er 11 Jahre arbeitete. Aber auch dort machte die „Akkordarbeit“ durch
die Einführung der Pflegeversicherung, bei der die Pflegetätigkeit
nach Minuten abgerechnet wird, z.B. für Insulinspritzen 4-5 Minuten,
vor den Menschen nicht Halt. Diese Art der Arbeit konnte er nicht
länger mit seinem Gewissen vereinbaren. Während seiner Tätigkeit bei
der Gemeindekrankenpflege hatte er schon an Fortbildungen zum Thema
Sterbebegleitung teilgenommen. Nachdem er dann im Hospiz Luise
begonnen hatte zu arbeitete, erkannte er, dass er schon die ganze Zeit
in der ambulanten Gemeindekrankenpflege die Hospizarbeit praktiziert
hatte. Jetzt konnte dieses aber ohne den enormen Zeitdruck geschehen.
In der Hospizarbeit fühlte sich Herr Bliefernicht endlich „zu Hause“.
Wie wichtig ihm diese Arbeit ist, spürt man, wenn man mit ihm spricht
oder wenn er Öffentlichkeitsarbeiten durchführt und Vorträge hält.
Dann ist er, wie er selber sagt, immer
wie von der „Tarantel gestochen“, um den Menschen das Thema Sterben,
Tod und Trauer nahe zu bringen, denn „dieses Thema geht uns alle an,
ohne Ausnahmen. Keiner kann sein Leben ewig leben“. Für mich ist Herr
Bliefernicht mit Leib und Seele ein Hospizler.
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