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Abschluss:
Das
Hospizwesen in Deutschland bemüht sich seit Jahren, die Hospizidee in
das ganze Gesundheitssystem zu integrieren. Doch in Deutschland
besteht in der Palliativmedizin und in der Hospizarbeit immer noch
eine Unterversorgung.
Der
hospizliche Gedanke steht an erster Stelle der Hausversorgung von
sterbenskranken Menschen. Er kommt damit dem Wunsch vieler entgegen,
denn die meisten möchten am liebsten zu Hause versorgt werden. Erfüllt
wird dieser Wunsch aber allenfalls für fünf Prozent von ca. 200 000
unheilbar erkrankten Menschen. In stationären Hospizen oder
Palliativstationen beenden ca. vier Prozent der Betroffenen ihr Leben.
Die beste Versorgung ist zurzeit in Nordrhein-Westfalen vorhanden. Die
meisten weißen Flecken gibt es trotz intensiver Anstrengungen in den
neuen Bundesländern.
Einen großen Erfolg hat die
Hospizbewegung 2002 erzielt, da damals die Krankenkassen in die
Pflicht genommen wurden, ambulante Hospizdienste zu fördern. Die
Förderung ist bei weitem noch nicht ausreichend, aber ein Anfang.
Voraussetzung ist aber, dass der Hospizdienst mit palliativmedizinisch
erfahrenen Pflegediensten und Ärzten zusammenarbeitet. Dafür ist es
unbedingt erforderlich, dass alle Berufsgruppen vom Pflegefachpersonal
bis hin zu den Ärzten sich palliativmedizinisch weiter qualifizieren,
um den Lebensbegrenzten kranken Menschen wirklich wirksam helfen zu
können.
Ich
befürworte daher die Forderungen der Deutschen Hospiz Stiftung
-
Verbesserung der
palliativmedizinischen Fortbildung der Ärzte, denn bei den meisten
Patienten ist eine wirksame Hilfe durch Schmerzlinderung und
Symptomkontrolle möglich.
-
Aufnahme der
Palliativmedizin in die Studien- und Prüfungsordnung der Fakultäten.
-
Einrichtung
palliativmedizinischer Zentren an Universitätskrankenhäusern, von
Lehrkrankenhäusern sowie palliativmedizinischen Lehrstühlen.
-
Verankerung der
Hospizidee in der Aus- und Weiterbildung der pflegerischen,
therapeutischen und seelsorgerischen Berufe.
Ab
01.08.2003 wird der Beruf der Altenpflege als Heilberuf anerkannt. Ich
begrüße es sehr, dass die Palliativpflege in der bundeseinheitlichen
3-jährigen Altenpflegeausbildung mit einfließen wird. Sie wird in
verschiedenen Lernfeldern des theoretischen und praktischen
Unterrichtes mit eingebunden werden. Die künftigen
Altenpflegeschüler/innen werden auch die Möglichkeit haben, ihr
Praktikum in einem Hospiz oder einer Palliativstation durchzuführen.
In den Alten- und Pflegeheimen muss zukünftig die Palliativmedizin und
die Palliativpflege ihren Platz haben, und nicht, das die alten
Menschen noch oft in der letzten Phase ins Krankenhaus eingewiesen
werden, weil wir Altenpflegefachkräfte in dieser speziellen Pflege bei
sterbenden alten Menschen noch nicht ausreichend ausgebildet sind.
Denn wenn wir wieder von den Grundgedanken der Hospizarbeit ausgehen,
möglichst zu Hause zu sterben – dann sind die Alten- und Pflegeheime
ein Zuhause für alte Menschen geworden.
Bei der
Ausarbeitung meiner Abschlussarbeit für die Weiterbildung zur Heim-
und Pflegedienstleitung habe ich mich sehr intensiv mit der
Hospizarbeit auseinandergesetzt. Daraus ist verstärkt mein Wunsch
entstanden, auch in der Hospizarbeit mitzuwirken. Um diese dringend
benötigte Tätigkeit ausüben zu können, habe ich mich für den
Weiterbildungs-Kurs „Palliativmedizin-Care“ im St. Vinzent
Bildungshaus, Hildesheim, im November 2003 einschreiben lassen.
Sollte
ich in einem Hospiz keine Anstellung finden, so werde ich versuchen,
den Hospizgedanken in das Pflegeheim, dessen Leitung ich einmal
übernehmen werde hineinzutragen.
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